Projektunterricht am
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Besuch im Graf-Zeppelin-Museum
von Friederike Hoch und Lena Jäckel
Thema: Bildinterpretation auf verschiedene Weisen
Vorgehensweise: Buchstabenassoziation
Bild: Allegorie auf das Wasser (Öl auf Leinwand, um 1620) - Matthäus Gundelach
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Aufgabenstellung: Gegeben war das oben genannte Bild und dazu die vier unten gezeigten Begriffe. Aufgabe war, zu jedem Buchstaben ein neues Wort in Zusammenhang mit dem Bild zu finden. Der eigentliche Sinn dieser Aufgabe bestand darin, Bilder auf andere Weisen zu interpretieren als man dies normalerweise tut.
Leben (schenken) Fische Wellen Grau/Gesundheit
Einigkeit Reinheit Angst E
Boot Angel Schutz Wolken
Engel (Kind) Ueberwinden Stein (Mühlstein) I
Nahrung E E Trübheit
Spritze Nackt R Traurig
Rückenfigur Krebse Erfrischung
Aufsehen Ö Rot
Unterdrückung R
Macht Poseidon
E
R
Das Gemälde ist eine Allegorie auf das Wasser, eines der vier Elemente: Wasser, Erde, Feuer, Luft. Die Elementallegorie gehören zum Grundrepertoire profaner Raumausstattung. Matthäus Gundelach zeigt das Element Wasser in seiner Komposition in unterschiedlichen Formen und auf verschiedenen Bedeutungsebenen: Allegorisch durch die dominierende weibliche Rückenfigur, die als Quellnymphe interpretiert werden kann, und den in die Ecke unten links gedrängten Flussgott. Der vor ihm liegende Dreizack, das Symbol des Neptuns, verweist ebenfalls auf das Wasser. Der liegende Mühlstein, auf dem sich die Figuren einem Pokalaufsatz gleich erheben, der gefangene Hecht, der Krebs vorne rechts und die Angel der Nymphe, an der ein Fisch hängt, verkörpern zugleich die Nützlichkeit des Wassers für den Menschen. Der Knabe mit der Wasserspritze und die Badenden verweisen auf Vergnügen und Unfug, die mit dem Element Wasser verbunden sind. Die Brücke im Hintergrund steht für die Überwindung von dem Hindernis Wasser und für die Zusammenkunft von Menschen der einen und der anderen Seite. Das Gewitter am Himmel vermittelt eine dunkle, düstere und ängstliche Stimmung. Die Nymphe als Beschützerin von allen, das Kind als Symbol für einen Engel.
Information zum Maler:
geb. um 1566 in Kassel, gest.1654 in Augsburg
Gundelach war schon vor 1605 in Prag und zählte zu den Künstlern am Hofe Rudolphs II. Nach den Tode von Joseph Heintz wurde er 1609 zum Kammermaler Kaiser Rudolphs II.ernannt. Gundelach heiratete die Witwe von Heinz. Nach dem Tode Rudolphs II. schloss er sich Kaiser Matthias an und übersiedelt 1615 nach Augsburg, wo er wesentlich an der Ausgestaltung des neuerbauten Rathauses beteiligt war.
Kommentar:
Als wir das Bild sahen war unser erster Gedanke: "wie langweilig". Doch nach intensiver Beschäftigung mit den Figuren und Abbildungen, kamen wir zu dem Entschluss, dass hinter all dem Gemalten ein Sinn steckt und dass jeder Strich seine Bedeutung hat. Trotzdem war es schwer, unsere Gedanken und Gefühle in ganze Sätze zu fassen.
Quelle: Graf-Zeppelin-Museum
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Zuletzt aktualisiert: 07.05.02 |