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Projektunterricht am
Graf-Zeppelin-Gymnasium
in Friedrichshafen

Der Bodensee ist mehr als H2O


Geschichte der Wasserversorgung von Friedrichshafen

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1889 wurde die zentrale Quellwasserversorgung ohne  Pumpwerk eingerichtet.

Die zweite Druckzone mit Pumpwerk wurde zwischen 1892 und 1894 eingerichtet.

Um 1916 wurde ein Seewasserwerk für eine Wasserentnahme von 70 l/s in 36 m Tiefe erbaut.

6 Jahre später war die Erstellung des Wasserturms Riedlewald mit 700 m³ Inhalt zur Quellwasserspeicherung.

Die Wasserversorgung von Schnetzenhausen wurde 1938 übernommen.

Ein Pumpwerk im Wasserturm Riedlepark  wurde 4 Jahre später errichtet.

1943 fand die Erweiterung des Seewasserwerkes auf eine Entnahme von 140 l/s statt.

Durch Kriegseinwirkung wurde1944 das Seewasserwerk Manzell zerstört und der Wasserturm Riedlewald beschädigt.

1957 wurde eine Druckfilteranlage erstellt.

1968 begann die Zusatzlieferung aus dem Behälter Unterraderach an die Gemeinde Ailingen.

In der Zeit von 1969 - 1971 wurde das Seewasserwerk erbaut.

Durch Eingliederung der Gemeinde Ailingen fand 1971 die Übernahme deren Wasserversorgung und die

Brunnenanlage Mings statt.

Zugleich wurde ein Pumpwerk im Behälter Unterraderach zur Wasserversorgung von Markdorf.

1979 begann die Wasserzusatzversorgung von Markdorf.

Quelle: Prospekt (TECHNISCHE WERKE FRIEDRICHSHAFEN)  

Referatteil von Nicole Labus


Die Aufbereitungsstufen

                         

Ein Seewasserwerk ist ein Werk, dass zur Wasseraufbereitung dient. Um Trinkwasser zu gewinnen muss man es reinigen und somit mehrere Arbeitsstufen durchlaufen:

Man fasst das Wasser in 30-50 m Tiefe und es wird im Rohwasserpumpwerk zur ersten Aufbereitungsstufe gefördert. Dort gibt man Ozon hinzu, das übrigens ein sehr wirksames Oxidationsmittel ist. Mit der „Vorozonung“ möchte man das Wasser Desinfizieren und Algen Abtöten.

Um die Wirksamkeit d. Schnellfilters zu erhöhen gibt man ein Flockungsmittel hinzu.

Schnellfilter bestehen in der Regel aus einer Schicht Quarzsand, Bims o. Kies.

Das durchfließen des Wasser der verschiedenen Schichten nennt man Filtration.

Nach dieser wird dem Wasser erneut Ozon zugegeben. Damit will man die Abtötung von Bakterien u. Vieren bezwecken und organische Stoffe reagieren mit dem Oxidationsmittel Ozon und oxidieren. Der sogenannte Aktivkohlefilter sorgt für den Abbau des im Wasser verbliebenen Ozons, für die Beseitigung v. Geschmack- und Geruchsstoffen wie auch die Elimination verschiedener Schadstoffe. Man gibt Natronlauge hinzu um den pH-Wert zu korrigieren. Ohne diese Maßnahme könnte Seewasser Rostschäden in den Leitungen zurücklassen, da es sonst korrosiv wäre. Um weitere Keime zu vermeiden gibt man dem Wasser Chlordioxid hinzu. Das nun fertige Trinkwasser wird mittels Pumpen zu den Reservoiren und Versorgungsgebieten gefördert.

   

Referatanteil: Violeta Arvaj


Trinkwasser für Friedrichshafen

Das Trinkwasser besteht zu 94 - 98 % aus Bodenseewasser. Da Trinkwasser unentbehrlich für den Menschen ist, unterliegt es einem besonderen gesetzlichen Schutz, d.h. in der Trinkwasserversorgung ist eine Vielzahl mikrobiologischer und chemischer Parameter der Wasserqualität vorgeschrieben. Die darin angegebenen Grenzwerte sind so angelegt, dass man bei lebenslangem Genuss keine Schädigung zu befürchten hat.

Neben der ständigen Eigenkontrolle im Wasserlabor  der Technischen Werke Friedrichshafen ( TWF) lässt die TWF ihr Wasser regelmäßig in den Labors des Technologie-Zentrums "Wasser" in Karlsruhe untersuchen.

Auch die neusten Ergebnisse zeigen, dass das Trinkwasser für Friedrichshafen und die mitversorgten Ortschaften einen hohen Reinheitsgrad aufweist!

Schema der Wasserversorgung in Friedrichshafen

Die Wasserversorgung von Friedrichshafen besteht aus fünf verschiedenen Druckzonen.

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Kurze Erklärung zum Bild

Wasserförderung seit 1996

Seewasserwerk gesamt  4,34 Mio. m3
Tagesmittel 11 850 m3
Brunnen Mings gesamt 33674 m3
Tagesmittel 92 m3
Quellfassung Hammerstatt außer Betrieb / Notversorgung
 Grundwasserwerk Hutwiesen außer Betrieb / Notversorgung

 Wasserabgabe seit 1996

Druckzone l gesamt 2,3 Mio. m3
  Tagesmittel 5 541 m3
Druckzone ll gesamt 1 18Mio. m3
  Tagesmittel 3 222 m3
Druckzone lll gesamt 2,16 Mio. m3
  Tagesmittel 5 908 m3
Druckzone lV gesamt 170.488 m3
  Tagesmittel 466 m3
Druckzone V gesamt 270.488 m3
  Tagesmittel 738 m3
Lieferung nach Immenstaad gesamt 5 484 m3
Lieferung nach Markdorf gesamt 470 354 m3

Referatteil von Lena Jäckel


Aufgaben im Seewasserwerk

19 Seewasserwerke rund um den Bodensee, in Deutschland und der Schweiz, fördern das Wasser für 4,5 Millionen Menschen. Österreich besitzt keine Seewasserwerke.

Das Seewasserwerk führt eine bakteriologische Wasseruntersuchung durch. Wenn das Wasser nach Bakterien untersucht wird, gilt deren Nachweis im Wasser als Zeichen einer darauf bezogenen Verunreinigung. Der Prozentsatz der fehlerlosen Proben bei den Untersuchungen muss mindestens 95% betragen, damit keine Gefahr für Krankheiten oder ähnlichem besteht Z.B. kommen Escherichia Coli-Bakterien in großer Zahl im Darm des Menschen und warmblütiger Tiere vor. Das Trinkwasser darf in Proben von 100 ml aber keine dieser Bakterien enthalten.

Die entnommenen Trinkwasserproben der Untersuchungen werden im Wasserlabor mit Nährboden angesetzt und dann in einen Brutschrank bei einer Temperatur von 36°C aufbewahrt. Die Auswertung erfolgt dann nach minimal 24 Stunden.

Bei einem negativen Ergebnis, d.h. wenn also ein positives Untersuchungsergebnis erfolgt ist, ist nach 44 Stunden noch eine weitere Unterscheidung und Bestimmung der Bakterienstämme vorzunehmen.

Referatteil von Mercedes Röther


©2002   Graf-Zeppelin-Gymnasium

Zuletzt aktualisiert: 11.05.02