| Jahr | Reichenau | Europa | Kirche | Kunst und Literatur |
| 723 | Pirmin gründet das Kloster Reichenau | 714-741 Karl Martell Herrscher des Frankenreichs: Aufstieg der Karolinger( Zeit der Hausmeier) | Irische Mission auf dem Kontinent; 787 2. Konzil in Nicäa | . |
| 786-806 | Abt Waldo: die Reichenau wird karolingische Abtei. Vermutlich erste Steinbauten auf der Insel; 799 Weihe von St. Peter und Paul | 768-814 Karl der Große: Neuordnung des Reiches, Reform der Verwaltung, des Münzwesens; Einführung einer einheitlichen Schrift (Minuskel) | Mit den entstehenden Klosterschulen entwickeln sich die Abteien zu kulturellen Zentren | . |
| 800 | 802: Tod Eginos; 802-803: Reichenau wird von Karl als Haftanstalt für Geiseln aus den Sachsenkriegen benutzt | Kaiserkrönung Karls des Großen | . | . |
| 806-823 | Abt Heito | . | . | . |
| 811 | Heitos gescheiterte diplomatische Reise nach Byzanz | Bereits ein Jahr später, 812, wird die Kaiserschaft Karls vom oströmischen Kaiser Michael I. gegen Herausgabe von Ländereien anerkannt | . | . |
| 816 | Weihe des neugebauten Marienmünsters | . | . | 820/830 Der Klosterplan für St. Gallen entsteht |
| 823-838 | Abt Erlebald | . | . | . |
| 824 | Tod des Klosterlehrers Wetti | . | . | ca. 825: Walahfrid Strabos Visio Wettini |
| 842-849 | Abt Walahfrid Strabo | . | . | . |
| 888-913 | Abt Hatto I. | 887: Karl III. wird zur Abdankung gezwungen; 887-899 Arnulf von Kärnten deutscher König | . | . |
| 896 | Hatto erhält in Rom die Georgsreliquie | Krönung Arnulfs zum Kaiser | . | |
| 899-911 | . | Hatto ist Reichsregent für den letzten ostfränkischen Karolinger Ludwig IV. | . | . |
| 911 | . | Hatto salbt Konrad I. zum König Ostfrankens | . | . |
| 985-997 | Abt Witigowo: Umgestaltung des Münsters; wahrscheinlich Entstehung der Oberzeller Fresken | 983-1002 Otto III. | 996: von Otto III. eingesetzter Papst Gregor V. | . |
| 1008-1048 | Abt Berno: Monastische Reformversuche; Bau des Westquerhauses am Münster | . | . | . |
| 1013-1054 | Hermannus Contractus | . | . | . |
"Da stand nun der ruhmreiche Karl an einem hellen Fenster, strahlend wie die Sonne beim Aufgang, geschmückt mit Gold und Edelsteinen, gestützt auf Heitto, so hieß der Bischof, den er einst nach Konstantinopel geschickt hatte."
"Wenn Bern über liturgische Fragen nachdachte, beschäftigten ihn Einzelheiten des mönchischen Gottesdienstes und Chorgebetes weniger gründlich als Walahfrid. Um kultische Bräuche für Außenstehende durchschaubar zu machen, drängte Bern auf ihre Vereinheitlichung nach römischem Muster. Er gestaltete den Gottesdienst attraktiver, indem er für ihn einprägsame Gesänge dichtete und komponierte, nicht mehr nur für Patrone von Klosterkirchen, auch von Bischofskathedralen. Bern ließ einige seiner Predigten aufschreiben, damit sie über die Klosterkirche hinausdrangen. Er schrieb seine ermahnenden Briefe in der Mehrheit nicht an Äbte und Mönche, sondern an geistliche und weltliche Betreuer von Laien, an Bischöfe und Könige."
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