Vierung
-
Architrav
: waagrechter Balken über Säulen.
-
Basilika
: (griech.: "Königshalle")Von den Christen als Versammlungsraum übernommener römischer Bautypus der Markthalle bzw. des kaiserlichen Audienzsaales. Zumeist rechteckiger Grundriss, der sich längs in drei, fünf oder auch mehr Schiffe gliedert. Charakteristisch ist das überhöhte Mittelschiff, oftmals auch an einer der Schmalseiten die angefügte oder in den Grundriss einbeschriebene Apsis. Unterform Säulenbasilika : benutzt als Stütze des Gebälks Säulen, im Unterschied etwa zu Pfeilern (= Pfeilerbasilika). Kreuzbasilika Basilika, deren Grundriß die Form eines Kreuzes aufgreift; dabei ist der Rückgriff auf eine griechisches, also gleichschenkliges Kreuz möglich (zentral geordnetes Raumsystem), häufiger aber auf die Form des lateinisches Kreuzes.
-
Benediktiner
: von Benedikt von Nursia (480 - 547) in Italien gegründeter Orden. Seine Bedeutung erlangte dieser Ordensgründer mit der Niederschrift einer Ordensregel , die das Leben im Kloster bis aufs Detail festlegte und damit die Grundlage für das abendländische Mönchstum (z.T. bis heute) schuf. Die Grundzüge des mönchischen Lebens lassen sich aufgrund der "Regulae Benediktini" mit der Formel "ora et labora" bzw. durch den Gegensatz von "vita contemplativa" und "vita activa" zusammenfassen. Außerdem spielten politische Gründe eine Rolle für den Aufstieg der Benediktiner, weil die Karolinger mit Hilfe von ihnen eine Möglichkeit sahen, dem Reich eine einheitliche Struktur ("una consuetudo") zu verleihen.
-
Farbsymbolik
: besonders in mittelalterlichen Bildwerken sind Farben bedeutungstragende Elemente mit Symbolcharakter. Ihre Bedeutung ist aber nicht immer eindeutig und einheitlich. Heutige Interpretationen sind daher immer auf Rückschlüße zu anderen Bildwerken angewiesen.
-
Hl. Georg
: Märtyrer zur Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (ca. 303). Beliebter Heiliger der Ost- und Westkirche, besonders als im 11. Jhrt. die Sage vom Drachentöter auf ihn übertragen wird und ihn zum irdischen Mitstreiter des Erzengels Michael werden läßt. Tracht und Attribute: Ritterrüstung, Schwert, Schild, Lanze, Fahne mit rotem Kreuz, als Reiter zu Pferd, Drache.
-
Jesusdarstellung, Christusbild
: Typische frühmittelalterliche Darstellungen von Christus zeigen den Gottessohn als jugendliche, bartlose Gestalt, häufig in der Pose des Erlösers, Segenspenders oder Lehrers nach dem Vorbild antiker Philosophenbilder. Sehr frühe Darstellungen zeigen oft auch nur das Symbol des Kreuzes. Darstellungen als Schmerzensmann am Kreuz, als Leidender und Geopferter sind späteren Datums, was mit einem Wandel theologischer Schwerpunkte zu tun hat: Abkehr vom spätplatonischen Weltbild des frühen Christentums.
-
Krypta
: (griech.: "bedeckter Gang") Im Prinzip wird mit K. jeder unterirdische Gang bzw. Raum bezeichnet. In der Sakralarchitektur ist eine K. jedoch in den meisten Fällen ein Kirchenraum unterhalb des Chorraumes; daher auch "Unterkirche", manchmal auch gleichgesetzt mit "Katakombe".
-
Mäander
: (griech.) Eigentlich Fluss in Lydien (= Westtürkei) mit einem sehr gewundenen Flusslauf. In der Kunst bezeichnet M. ein mehrfach gebogenes Ornamentband.
-
Majestas domini
: "Majestät, Hoheit des Herrn"; bildliche Darstellung Christi in seiner himmlischen Herrlichkeit. Geht zurück auf die Apokalypse des Johannes (4,1ff.) bzw. Visionen von Jesaja (6,1ff.) und Ezechiel (1 und 10). Eine früheste Aufnahme des Themas läßt sich an einem Apsismosaik des 5. Jahrhunderts (Saloniki) nachweisen; besonders seit der karolingischen Zeit ist die M.j. ein Hauptthema der christlichen Kunst.
-
Karolingische Renaissance
: Fachbegriff für eine bes. unter Karl dem Großen stattfindene Rückbesinnung der Gelehrten auf antike Traditionen in Philosophie, Literatur und Kunst. Besonders wirksam wurde diese Zeitströmung im Bildungsbereich, vor allem aber in der kaiserlichen Ideologie einer renovatio imperii romani . Zu den Einzelheiten siehe u.a. das entsprechende Kapitel bei Angenendt .
-
Titulus
: 1. Eine oftmals in Versen gehaltene Inschrift bei Bilddarstellungen; typisch vor allem in der mittelalterlichen Kunst. - 2. Epitaph (Grabinschrift).
-
Vierung
: bezeichnet den Raumteil einer Kirche, in dem sich Längs- und Querschiff überschneiden. Wenn die beiden Schiffe eine gleiche Breite aufweisen, ist die V. ein Quadrat. Entspricht der Kirchengrundriß einem griechischem Kreuz, bildet die V. den Mittelpunkt der Anlage.
Hauptseite -
Münster -
St. Peter und Paul -
Geschichtlicher Überblick -
Allgemeine Tips -
Auswahlbibliographie -
Sachverwandte Links
Bei Fragen, Kommentaren, Kritik oder sonstigen Beiträgen zu diese Seiten, bitte mailen an:fkuhn@mibm.ruf.uni-freiburg.de .