Jahresarbeit von Bernhard Vesenmayer, GZG (Graf-Zeppelin-Gymnasium, Friedrichshafen)


Deutscher Widerstand 1933-1945



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Kurze Übersicht


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Attentate

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Bürgerbräu-Attentat

Seit 1933 versammelten sich die „Alten Kämpfer“ zum „Gedenktag der Gefallenen der Bewegung“. Regelmäßig hält Hitler am die Rede von 20:30 - 22:00. Das wollte Johann Georg Elser ausnutzen. Er sammelte Sprengstoff um ihn bei seiner Rede in die Luft zu sprengen. Er ließ sich dann nachts im Haus einschließen und höhlte einen Pfeiler aus, in das er, gut getarnt, den Sprengstoff deponierte. Danach stellte er den Zeitzünder auf 21:20. Doch auch dieser klug ausgetüftelter Plan scheiterte durch einen Zufall. Hitler mu ßte nämlich schon um 21:07 gehen, weil er sein Flugzeug erreichen mu ßte.
Dieses Attentat kostete 8 Menschen das Leben und 60 wurden schwerverwundet.

Beweggründe Elsers:
- Er war schon immer gegen den Nationalismus
- Er war auch gegen die Hitlerjugend (Zitat: „Durch die Hitlerjugend ist man nicht mehr Herr seiner Kinder“)
- Er merkte auch, daß man in Sachen Religion beschränkt worden war. (Zitat: „In religiöser Hinsicht kann der Arbeiter sich nicht mehr so frei betätigen“).
- Er erkannte schon früh, daß ein Krieg durch die Forderungen Hitlers an die anderen Länder unvermeidlich war.

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Gründe


1. Die meisten Widerständler handelten aus Gewissensgründen. Sie bemerkten schon früh, daß diese Politik nichts Gutes bringt. Auch der Judenhaß war ihnen nicht entgangen. Sie konnten diese Mißstände nicht einfach so lassen. Und die Regierung „legal“ zu stürzen war unmöglich, weil das die Gesetze nicht zuließen und weil sie zu viele Anhänger hatte. Also gab es für sie nur den einen Ausweg: Hitler töten(Stauffenberg).
2. Diejenigen, die Hitler nicht töten wollten versuchten das Volk durch Flugblätter aufzuwiegeln(Scholl).
3. Andere Widerständler handelten aus politischen Gründen, weil sie der Opposition angehörten (Kordt). Aber auch sie taten es bestimmt aus Gewissensgründen, denn sie konnten es auch nicht mehr ansehen wie die Re- gierung immer mächtiger und „unanfechtbarer“ wurde.
4. Manche Gruppen bestanden hauptsächlich aus Juden, und die wollten einfach nicht mehr ausgesto ßen, ver- folgt, geha ßt werden (Baum-Gruppe). Und wenn sie die Regierung stürzen könnten, im Notfall auch durch Er- mordung Hitlers, würden sie endlich wieder normal leben, dachten sie. Wenn es ihnen gelungen wäre Hitler am Höhepunkt seiner Macht zu töten, dann wäre es ihnen noch schlechter gegangen, weil die Anhänger Hitlers fürchterlich ihre Wut auf die Juden auslassen würden, denn die haben ja ihren Geliebten Führer getötet.
5. Die meisten Attentäter waren Offiziere, weil diese besseren Einblick in die Machenschaften Hitlers hatten. Und so besser über die Judenvernichtung und den Krieg Bescheid wußten. Weil ihre es ihre hohe Position leichter machte ein Attentat auf Hitler zu verüben, waren sie schnell entschlossen.
6. Einige haben bestimmt versucht ihn umzubringen, weil sie arbeitslos waren und sich durch den Tod Hitlers ein besseres Leben erhofften.
7. Bestimmt haben ein paar sehr Gläubige Christen sich gegen Hitler aufgelehnt, weil das wichtigste Gebot ( Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst ) bei seiner Politik überhaupt nichts galt. Diese Christen haben sicher nicht versucht ihn umzubringen, weil das ja auch wieder gegen ein Gebot verstoßen würde, aber sie ha ben ihn dann bestimmt versucht wie die "Weiße Rose", das Volk aufzuwiegeln.

Quellen: Ulrich Cartarius: Opposition gegen Hitler
Fabian v. Schlabrendorff: Offiziere gegen Hitler
Wolfgang Benz / Walter v. Penle: Lexikon des dt. Widerstandes
Steinbach Tuchel: Widerstand 1933-1945

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Kurzbiographien

Ludwig Beck: 29.6.1880 - 20.7.1944 (erzwungener Selbstmord)
Berufssoldat
Generaloberst (1935 - August 1938), danach Chef des Generalstabes, später Privatmann
Zentralfigur des Bürgerlichen und militärischen Widerstandes

Wilhelm Canaris: 1.1.1887 - 9.4.1945 (hingerichtet)
Berufssoldat
1935 Leiter des Amtes Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht
Admiral
Februar 1944: Entlassung
23.7.1944: Verhaftung

Claus Graf Schenk von Stauffenberg: 15.11.1907 - 20.7.1944 (erschossen)
Berufssoldat
Militärischer Widerstand
1940: Organisationsabteilung im Oberkommando der Wehrmacht
1943: Wegen schwerer Verwundung in Afrika, Chef des Stabes Ersatzheer in Berlin.
20.7.1944: Attentat auf Hitler in der Wolfsschanze, danach Tod durch Erschießen

Henning Treschkow: 10.1.1901 - 21.7.1944 (Selbstmord)
Berufssoldat
Militärischer Widerstand
1941 - 1943: Generalstabsoffizier im Oberkommando der Heeresgruppe Mitte.
1944: Generalmajor, später Chef des Generalstabes der 2.Armee

Johann Georg Elser: 4.1.1903 - 9.4.1945 (ermordet)
gelernter Schreiner
1930: arbeitslos
1933: Gelegenheitsarbeiten
Bürgerbräu-Attentat
Verhaftung

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Gruppen


Baum-Gruppe:

„Weiße Rose“: Zurück zum Inhalt