"Seit in der spätrepublikanischen Zeit die ausländischen farbigen Marmorarten nach Rom eingeführt worden waren, wurden sie sozusagen zum Statussymbol, und im 1. und 2. Jh. n. Chr. weitete sich die Produktion gewaltig aus. Kein Bauwerk, das etwas darstellen sollte, konnte auf sie verzichten ... Die Gesamtwirkung eines spätrömischen oder frühbyzantinischen Innenraums beruhte weitgehend auf einer verschwenderischen Verwendung von Marmor. Um den so hochgepriesenen vielfarbigen Effekt zu erzielen, mußte man zahlreiche rings um das Mittelmeer gelegene Steinbrüche ausbeuten. Roter Porphyr, der höchstgeschätzte und kostbarste aller Steine, kam ausschließlich aus Ägypten, grüner Porphyr aus Lakonien, grüngeäderter Serpentin aus Thessalien, leuchtendgelber Marmor (giallo antico) aus Tunis, elfenbeinfarbener Onyx aus Hierapolis in Phrygien usw."
Die Herstellung der Marmorverkleidung war damals äußerst schwierig und somit teuer. Um die dünnen Marmorplatten herzustellen wurde am oberen Teil des Marmorblocks zuerst eine Rille geöffnet, diese wurde dann mit Sand gefüllt; mit Hilfe eines Seiles oder eines Sägeblattes wurde dann eine dünne Platte abgesägt. Die Arbeit welche in der Wandverkleidung steckt läßt sich erst einschätzen, wenn man weiß, daß an einem Tag nur ca. 5 cm gesägt werden konnten.
Bytantinische Kirchen in Konstantinopel wurde geschrieben von: Rain K., der sich über Kommentare dazu sehr freuen würde.