Einführung in Java am GZG

Einführung in das Programmieren von Java-Applets und Java-Programmen

Der eigentliche Programmierkurs Java am GZG
Hintergrundinformationen und Zusammenfassungen zu Java
  1. Grundlegendes zu Java
  2. Sprachelemente von Java
  3. Objektorientierung
  4. Einführung in Applets
  5. Das Internet
  6. Literatur (Bücher und Links)

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(Verantwortlich für die Seiten: W. Seyboldt  / Stand: 11. November 2006)


Vorwort

Bemerkung: Die Einführung in Java wird gegenwärtig (Stand Nov. 2006) überarbeitet.

Am Graf-Zeppelin-Gymnasium in Friedrichshafen (GZG) wurde im Schuljahr 1999/2000 im Grundkurs Informatik zum ersten Mal die Programmiersprache Java (in der Version JDK 1.2.2) statt Delphi zur Einführung in das Programmieren verwendet. Als Oberfläche wurde Kawa 3.22 unter NT benutzt. Die öffentlich zugänglichen Software-Produkte wie Java und einige Online-Einführungen in Java wurden auf eine CD gebrannt, die die Schüler ausleihen können, um die Software zu Hause zu installieren.

Im Schuljahr 2003/2004 wurde am GZG Java 1.4.1 installiert und statt der (inzwischen eingestellten) IDE Kawa die IDE JCreator 2.5 LE verwendet.

Auf diesen Webseiten wurden ursprünglich nur die im Unterricht besprochenen Java-Applets für die Schüler zusammengestellt. Nach und nach wurden dann ergänzende Programme hinzugefügt, oft Lösungen von Übungsaufgaben. Im Laufe des Schuljahrs 03/04 wurden diese Seiten so weit wie nötig aktualisiert. Damit die Unterlagen auch zur Nacharbeit verwendet werden können, wurden und werden Kommentare zu den Applets bereitgestellt. Außerdem enthalten die Webseiten inzwischen eine Zusammenfassung der wesentlichen Sprachelemente von Java

Kurse und Bücher zu Java finden sich im Literaturverzeichnis. Speziell erwähnt werden soll die deutsche Version des Buches von Bell/Parr: Java beispielhaft [B845], das für Anfänger eine leicht lesbare und ausführliche Einführung darstellt. Das Buch von Jobst: Programmieren in Java [B889] sei Schülern empfohlen, die bereits Erfahrung im Programmieren haben und Java intensiver kennen lernen wollen. Es ist in erster Linie aber für Informatikstudenten gedacht. 

Der frühere Erfolg von Java gründete nicht zuletzt auf so genannten Applets, auf "kleinen Programmen", die relativ einfach in Homepages eingebunden werden können und somit auf allen am Internet angeschlossenen Rechnern lauffähig sind, wenn der Browser ein Java-Plugin besitzt. Die ersten Programme im Java-Kurs des GZG waren deshalb ursprünglich auch Applets. Zu Beginn des Unterrichts wurde damals in erster Linie die Ereignissteuerung und Objektorientierung betont, weniger die Verfahren des prozeduralen Programmierens. Ja, Java wurde gewählt, um die Schüler von Anfang an an das objektorientierte Vorgehen zu gewöhnen. In der Praxis hat sich dies nicht immer als einfach erweisen - die Grundkonzepte der Objektorientierung,. der Ereignissteuerung sind nicht ad hoc einsichtig und es müssen anfangs viele Library-Methoden angewendet und zumindest grob verstanden werden.

Beim neuen Vorgehen ab 2006 wird deshalb zuerst die klassische Programmierung mit der Methode main gelernt. Variablen, Schleifen und Bedingungen sind die ersten Dinge, die eingeführt werden. Allerdings wird früh auf die Grafikoberfläche und die Ereignissteuerung eingegangen.  

Schüler eines Informatikkurses erwarten heute nicht mehr in erster Linie eine Einführung in das Programmieren im klassischen Sinn. Sie wollen eher wissen, wie man komplexere Homepages erstellt (2), wie man Scripts und Applets in Webseiten einbaut, wie man MP3-Files lädt, erstellt und umwandelt (1), wie man einen Rechner im Alltag nützlich einsetzt. Der Computer ist nicht mehr der bessere Taschenrechner oder die bequeme Schreibmaschine, sondern eher ein Mittel, um mit der Welt zu kommunizieren. Der Computer wird im täglichen Leben - auch aufgrund der Medien - immer umfassender angewendet, ohne den Sinn oder Unsinn dieser Computereuphorie zu hinterfragen. Trotzdem (oder gerade deswegen) sind sich die Lehrer am GZG einig, dass eine Einführung in das eigentliche Programmieren eine Hauptaufgabe in einem Grundkurs Informatik sein sollte. Programmieren aber lernt man nicht ohne Zeitaufwand, ohne intensives, oft frustrierendes Üben, da der Compiler ja keinen Fehler durchgehen lässt. Offensichtlich bleibt dies selbst vielen Abiturienten verborgen, die beginnen Informatik zu studieren. Dort stellen sie dann fest, dass ein Informatikstudium viel Mühe, Geduld und auch mathematisches Denken, Abstraktionsfähigkeit und Denken in Algorithmen erfordert. Es gibt auch im Informatikzeitalter keinen Nürnberger Trichter, mit dem man problemlos lernt, auch wenn das immer wieder von Politik, Werbung und Medien suggeriert wird. Die Aufgabe eines Lehrers ist meiner Meinung nach dabei aber nicht, die Schüler zu "programmieren", oder ihnen die inhärenten Probleme mit Didaktik zu verbergen, sondern sie so mit den wirklichen Problemen zu konfrontieren, so dass sie diese begreifen und den Umgang mit dem entsprechenden "Handwerkszeug" üben.

Kritik, Verbesserungsvorschläge und Bemerkungen bitte an W. Seyboldt.


Inhaltsverzeichnis 
Java am GZG

Sprachelemente
Java am GZG

Fußnoten:

(1): zu MP3 gibt es zwei Einführungen von Schülern des GZG: Einführung von Thomas Schamm und Frank Streckenbach 1999 (hier)  und Einführung von Dana Schmidt und Henning Schröder, 2000, (hier)

(2): Homepages von Schülern der Grundkurse Informatik ab 1998/99 siehe hier