Das Wort "Dendrochronologie" setzt sich aus drei griechischen Begriffen zusammen:
"dendros" = Baum
"chronos" = Zeit
"logos" = Kunde
Entdeckt wurde sie von dem jungen Astronomen Andrew Eliott Douglass aus Flagstaff, Arizona. Eigentlich suchte dieser nach einem Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Klima. Dafür vermaß er die Dicke der Jahresringe an alten Kiefern und trug diese Dicke in ein Diagramm ein. Dadurch erstellte er eine Datensammlung für die letzten 585 Jahre, indem er die extrem schmalen und breiten Jahrringe auf einer Zeitskala zur Deckung brachte.
1929 gelang ihm der Durchbruch, als er die Jahrringmuster archäologischer Fundhölzer in den älteren Abschnitt seines Kalenders einhängen konnte.
Somit war der Aufbau einer längeren Jahrringchronologie geschafft.
Schritt 1: Nach Präparierung der Holzoberfläche werden die Jahresringbreiten mit einem speziellen Gerät vermessen, einem Auflichtmikroskop, und zwar mit einer Genauigkeit von 0.01 mm.
Schritt 2: Durch graphische Umsetzung der Ringbreiten entsteht ein Kurvenmuster. Die Kurvenmuster verschiedener Bäume werden verglichen.
Schritt 3: Ist eine passende Position gefunden, wird rechnerisch eine Mittelkurve gebildet.
Schritt 4: Die Mittelkurve wird zur Deckung mit dem Jahrringkalender gebracht. Dies geschieht heutzutage mit statistischen Computerprogrammen. Für einen besseren Vergleich werden die Kurven geglättet. Schritt 5: Die Datierung wird von der Endposition der Jahrringkurve im Kalender abgeleitet. Damit die Zeitangabe jahrgenau ist, muß der letzte Wuchsring vorhanden sein, die Waldkante.Eine Dendrochronolgie kann immer nur für eine bestimmte Baumart erstellt werden. Man nimmt solche Baumarten, die auf Klimaveränderungen sehr stark reagieren. Außerdem müssen auch beim Standort einige Dinge beachten werden: Man verwendet nur Bäume, die an Standorten gewachsen sind, an denen keine menschlichen Einflüsse vorhanden sind, wie z. B. Abgase, Müll oder Spritz- und Düngemittel.