Die Eruption des Mount Pinatubo am 15. Juni 1991
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Das linke Bild zeigt den Ausbruch des Mt. Pinatubo in der AVHRR-Kanalkombination 1-2-4, einer Kombination des sichtbaren Rots, des nahen Infrarots und des Thermalinfrarots. Dies hat zur Folge, daß die Aschenwolke im Restlicht durch die Schattenwirkung der extrem flach stehenden, teilweise untergegangenen Sonne sehr plastisch erscheint. Im Zentrum wird Rauch und Asche in so große Höhen geschleudert, dass auch nach dem Sonnenuntergang noch Reflexion im sichtbaren Bereich auftritt. Die westliche Front der Rauch- bzw. Aschenwolke erscheint, angestrahlt vom Licht der untergehenden Sonne, in leuchtend gelben und roten Farben.
Das rechte Bild gibt die gleiche Aufnahme in der Kanalkombination 3-4-5 (thermales Infrarot) wieder. Deutlich zu erkennen sind die horizontalen Ausmaße des Ausbruchs und die schockwellenartig an den konzentrischen Ringen erkennbare Aschenverteilung in der Atmosphäre. Der Ausbruch des Pinatubo hatte eine spürbare Abkühlung der mittleren Temperaturen der Erde zur Folge. Außerdem sorgt er bis heute für spektakuläre Sonnenuntergänge durch die Brechung des Lichts an den in der Atmosphäre befindlichen Aerosolen.